Hochzeitshaus

Brauthaus

Die Hochzeitshäuser wurden gegen Ende des Mittelalters und zu Beginn der Neuzeit gebaut. mw-headline" id="Weblinks[Bearbeiten | < Quellcode bearbeiten] Hochzeitshöfe wurden gegen Ende des ausgehenden Mittelsalters und zu Beginn der Moderne erbaut. Das große Fachwerkhaus oder Steingebäude wurde für Trauungen und Taufen entworfen und erbaut. Solche Feste gab es bisher in Stadthäusern oder Gasthäusern oder sogar im Rathaus (z.B.

in Hann. Münden).

Mit der Zeit wurden diese Räume jedoch zu eng, um bei solchen Festen alle Besucher großer bürgerlicher Familien mitzunehmen. Mit den Hochzeitshütten im späten Hochmittelalter wurde so eine Institution in Metropolen geschaffen, die bis zum 30-jährigen Kriege ihre Hochblüte erlebten und deren Signifikanz mit den jetzigen Stadthäusern oder Dorfgemeinschaften zu vergleichen ist.

Der Unterhalt dieser Gebäude erfolgt mittels Nutzungsentgelten, die z.B. in einem Hochzeitsauftrag fixiert wurden. Im Jahr 1651 wurde beispielsweise ein solcher Hochzeitsauftrag in der Gemeinde Friedrichshafen gemeldet. Für die langen Feste, drei oder mehr Tage, musste die Hochzeitsfeier unter anderem in bar oder (und) in Sachleistungen bezahlt werden.

Aus Höflichkeit durften die Bräutigame in Friedrichshafen den restlichen Teil des nur zu diesem Zwecke gebrauten Braubiers gegen Entgelt an andere ausschenken. In den Hochzeitshäusern waren Tisch und Geschirr, Zinn, Kupfer und andere Küchenutensilien reichlich vorhanden. Die fünfstöckige Hochzeitshalle in den Jahren 1580-1590 in Ferzlar mit einem Grundriß von 33 12 m ist eines der grössten hessischen Holzhäuser, und die Hochzeitshalle in Hameln (1610-1670) in Niedersachsen ist ein üppig verziertes Steingemälde mit einer Längstfront von 43 m.

In Homberg (Efze) in Nordhessen ist heute das Ortsmuseum für Heimatkunde untergebracht, und in Bremen diente das Handelshaus der Handwerkskammer Bremen früher als Hochzeitssaal. In Bamberg (1610-1612), Elbe ( "Eschwege") (1572) und Bensheim gibt es weitere Hochzeitszentren.

mw-headline" id="Literatur">Literatur[Edit | < Quelltext bearbeiten]

In Niedersachsen ist das Hochzeitshaus in Hameln ein bedeutendes Weserrenaissancegebäude, das aus Sandstein errichtet wurde. In Hameln wird es als das allerletzte in diesem Baustil errichtete Steingebäude angesehen. Das Hochzeitshaus in Hameln war kein Heiratsplatz, sondern fungierte als Fest- und Festspielhaus für die Bürger.

Die Bezeichnung Wedding (eigentlich: High Time) stammt von "High Time", der Jahreszeit, in der Feierlichkeiten aller Couleur wurden. Sie beherbergt jedoch seit den 1950er Jahren das Zivilstandsamt der Landeshauptstadt Hameln. In Hameln gab es einen Ballsaal, einen Stadtraum, einen Sitzungssaal, eine Weinstube, eine Waffenkammer und eine Aptothek.

Durch die Auslegung des Volutengiebels und der Zürcher Häuser im Stilvergleich wird davon ausgegangen, dass der Schlossbauer der Hämelschenburg, Eberhard Wilkening, auch der Hochzeitsbaumeister des Hauses war. Seit 1964 löst das Carillon im Hochzeitssaal mit 37 Klingeln die im Monat Mai 1945 durch Kriegseinwirkung vernichtete Uhr ab. Drei Mal am Tag um 13:05, 15:35 und 17:35 Uhr wird vor dem Hochzeithaus eine Demonstration der Ratstenfängersage durchgeführt.

Eine bronzene Tür geht auf und die Figuren und das Gitarrenspiel sind zu sehen.

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