Verschleierung Koran

Verdunkelung Koran

"Der Koran ist in diesem Punkt sehr klar", sagen Muslime. Es gibt keinen Hubschrauber im Koran. Im Gegensatz zur Araberhalbinsel war sie in den Ländern des muslimischen Mittelmeerraums lange Zeit nicht zu finden. Nachdem Frankreich vor fünf Jahren den Schleier des Islamgesichts verboten hatte, bekamen die französischen Abgeordneten Applaus von einer unbekannten seiten. "Ich möchte eine Nachricht an Europa und Frankreich senden - der Nihab hat keine Basis im Islam, er schädigt eher den Ruf des Islam", schreibt Abdel Muti Al-Bayyumi, Abgeordneter des High Spiritual Council von Al-Azhar in Kairo, der obersten Lehranstalt der Sunni-Moslems.

Das Gespräch über den Nil begann jedoch im September 2009, als sein späterer Amtsvorgänger Mohammed Said Tantawi während eines Schulbesuchs ein verhülltes 12-jähriges MÃ??dchen grob zusammenschrie und sie bat, ihr eigenes Gesichtsausdruck zu haben. Ihr Kopftuch hatte nichts mit dem islamischen Glauben zu tun, beschwerte sich der damals leitende Gelehrte, und dann hatte Al-Azhars Universitätscampus und Schlafsäle für vollständig verschleierte weibliche Schüler geschlossen.

Anfang des Sommersemesters 2015 hat sie auch den Schleier für Professoren verboten. Nicht in erster Linie bestehen sie auf den Erklärungen des Korans oder des Pilgers, sondern vor allem auf ihrer Religions- und Meinungsfreiheit. Für sie ist es wichtig, dass sie in der Lage sind, ihre Meinung zu äußern. Auch schon einmal - mit einem vergleichbaren Bann im Jahr 2010 - hatten sie sich vor dem Bundesverwaltungsgericht durchgesetzt.

Sie stammen aus der Araberhalbinsel, wo beduinenartige Menschen und ihre Ehefrauen Gesichtsbezüge benutzten, um sich vor den starken Wüstenwinden zu schützen. Es wird im Koran nicht genannt oder gar verschrieben. In der Osmanenzeit wurde der Gesichtsschleierschleier in der Provinzhauptstadt Konstantinopel erstmals für die Haremsfrau in Mode gebracht. Dieser noble Nepot verschwindet dann in der ersten Jahrhunderthälfte vollständig aus den muslimischen Zivilisationen am Mittelmeer, bis er nach dem Ölsperrboom in den 70er Jahren über die aus Saudi-Arabien zurückkehrenden Familien wieder auftaucht - dieses Mal als religiöses Zeichen im Alltag auf der Straße und bei allen sozialen Klassen.

Bereits in der jüngsten Ansprache vor seiner Ermordung verhöhnt Bundespräsident Anwar al-Sadat die schwarze Granate streng islamistischer Damen als "Zelt". Dreißig Jahre später gehörte der Gesichtsschleierschleier am Nil ebenso zum Alltagsleben wie in Saudi-Arabien, Yemen und den Golfländern.

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